![]() Buchs ZH 2010 Impressum |
Historisches Von 870 bis ins Mittelalter hatte die Abtei St. Gallen Grundbesitz im Dorf. Im 13. und 14. Jahrhundert zählten zu den Grundeigentümern auch die Propstei Zürich, die Fraumünsterabtei und verschiedene andere zürcherische Klöster. 1409 gelangte das Dorf als Bestandteil der habsburgischen Herrschaft an Regensberg und gehörte bis 1798 zu dieser. Nach vorübergehender Zuteilung zum Bezirk Bülach (1803-1814) kam Buchs wiederum zu Regensberg und damit zum gleichnamigen Bezirk, der 1871 zum heutigen Bezirk Dielsdorf wurde.
Das heutige Gemeindegebiet liegt 424 m über dem Meeresspiegel und umfasst 587 ha. Die Hälfte davon entfallen auf die Landwirtschaftszone, 27 % sind bewaldete Flächen. Für Siedlungszwecke werden 14 % genutzt, 8 % dienen dem Verkehr. In der Wohn- und Arbeitsplatzgemeinde Buchs bieten ca. 40 Industrie- und Gewerbebetriebe und ca. 110 Dienstleistungsunternehmen insgesamt ca. 1'500 Arbeitsplätze an. Die eigentliche Industrialisierung von Buchs begann (wie übrigens im ganzen Furttal) in der Mitte der fünfziger Jahre was ein gewaltiges Wachstum von 789 Bewohner im Jahre 1960 auf ca. 4’950 Bewohner im Jahre 2004 zur Folge hatte. Das damalige Bauerndorf Buchs wuchs zu einer modernen, grösstenteils am Südhang gelegenen Gemeinde mit gut ausgebauter Infrastruktur heran. Erst im 13. Jahrhundert wurde die Kirche in Buchs nachweisbar erwähnt. Die heutige Kirche wurde 1631 erbaut. Im erhaltengebliebenen alten Turm des 14. Jahrhunderts befindet sich ein kleiner Chor aus spätgotischer Zeit mit einem spitzbogigen Kreuzgewölbe. Bis 1937 hatte Buchs zwei Bahnlinien für Fahrten nach Otelfingen und Wettingen oder Niederglatt und Bülach. Eine Linie führte oberhalb des Dorfes über den Schwenkelberg. Die zweite wurde in die Talsohle eingebettet. Am 17. Januar 1937 dampfte der letzte Personenzug über die "obere Buchser Linie". Seit den zwanziger Jahren unternahmen die SBB mehrere Anläufe, den Verkehr auf dieser Strecke einzustellen, doch die von dieser lokalen Verbindung profitierenden Gemeinden und auch der Kanton Zürich wehrten sich dagegen. Einzig die Abwertung der Station zu einem Wärterposten und 1934 zu einer unbedienten Haltestelle konnten die SBB aus Gründen der Kostenreduktion durchsetzen. 1968 wurde die obere Bahnlinie dann, nach über dreissigjähriger Betriebseinstellung, endgültig stillgelegt, und im darauffolgenden Jahr wurden die Geleise auf Buchser Boden entfernt, weil sie der baulichen Entwicklung des Hanges oberhalb des Dorfes und der Erschliessung mit Strassen hinderlich waren. An die obere Bahnlinie erinnern heute noch zwei Endstücke, die als Industriegeleise für die Tanklager in Otelfingen, Oberhasli und Niederglatt dienen, und - auf Buchser Gebiet - das ehemalige Stationsgebäude, ein Wärterhäuschen und Teilstücke des Bahndammes, die mit Bäumen und Sträuchern überwachsen sind. Die Gemeinde kaufte 1975 den SBB das ganze Areal der oberen Bahn ab, einerseits, um Realersatz für das entäusserte Industrieland, andererseits, um - speziell auf dem Gelände des Stationsgebäudes - Landreserven für öffentliche Bauten zu schaffen. Heute stehen dort die Zivilschutzanlage und das Feuerwehrgebäude. Das Buchser Ried, zwischen Regensdorf und Würenlos gelegen, ist eine Landschaft reich an Blumen, Insekten und Vögeln, insbesondere Wasser- und Sumpfvögel (Katzensee). Geologische Ursache der einstigen Versumpfung waren zwei Moränen, Gletscherablagerungen aus der letzten Eiszeit, die zusammen mit den Bergzügen Altberg/Gubrist und Lägern/Schwenkelberg/Ibig aus dem Furttal eine Mulde formten. Eine Moräne schliesst das Tal beim Katzensee ab, die andere entlang einer Linie vom Bahnhof Otelfingen zum Schulhaus Dänikon - Hüttikon. Das früher stark versumpfte Tal, durch welches der Furtbach aus dem Katzensee nach Westen fliesst, wurde nach dem ersten Weltkrieg entwässert, wodurch Platz für etliche Neusiedlungen entstand. |
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